Viele Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum gehen von einem Normkörper aus. Wer kleiner ist, mehr Halt braucht oder sich anders bewegt, wird oft nicht mitgedacht.
Das Diplom „1,7 FT“ fragt, wie Design auf unterschiedliche Körper, Bewegungen und Bedürfnisse reagieren kann.
Im Austausch mit Menschen mit Beeinträchtigungen entstanden zwei Sitzobjekte für den halböffentlichen Raum: Griffsitz und Trittsitz. Sie richten sich unter anderem an Menschen mit Kleinwuchs, Adipositas, Mobilitätseinschränkungen oder ältere Personen. Die Objekte bieten unterschiedliche Höhen, Haltemöglichkeiten und Nutzungsweisen.
Von mehreren Seiten zugänglich, schaffen sie nicht nur Sitzgelegenheiten, sondern auch offene soziale Situationen. Das Projekt macht sichtbar, dass Inklusion keine Sonderlösung ist, sondern eine Erweiterung dessen, was Gestaltung leisten kann.
Designerinnen: Anneruth Westhoff und Franziska Brunn, IG @franzizbrunn
Fotos: Alexander Brunn, IG @alexanderbrunn.films
SoSe 26
betreut von Prof. Jakob Gebert und Dipl. Des. Marie Radtke