Was zeigt sich, wenn ein Pilz Raum bekommt in die Rolle des Mitgestaltenden zu schlüpfen? Inwieweit eignet sich das Myzel von Pilzen als Abformungsmaterial und zum Gestalten bei der Arbeit mit Ton? In diesem Projekt wird das Myzel des Pilzes als Gestaltungsmittel und zur Abformung von tiefgezogenen Keramiken eingesetzt. Zusammen mit den Keramiken entstehen in den Petrischalen eigene Universen, die Menschgeschaffenes und Naturgeschaffenes in ein Zusammenspiel bringen. Eine Schnittstelle zwischen Forschung und Handwerk entsteht die durch das Spiel mit dem Zufall neue Erfahrungs- und Sehwelten eröffnet.
Fotos: Paulina Floren
SoSe 2019
betreut von Annette Fauvel
Mehr über das Projekt
Jedes Produkt besteht aus einem oder verschiedenen Werkstoffen, die meist mehr oder weniger unabhängig von deren späteren Einsatzgebiet entwickelt werden. Gleichzeitig wird bei der Entwicklung von Produkten oft auf tradierte Materialien zurückgegriffen. Doch immer deutlicher ist hier ein Umdenken wahrzunehmen: Drohende klimatische Veränderungen, schwindende Ressourcen und wachsende Umweltverschmutzung lassen die Entwicklung innovativer Materialien zu einem spannenden und zukunftsweisenden Spielfeld für Gestalter*innen und Forscher*innen werden. Wie vielfältig Lösungsansätze sein können, zeigen Projekte von neun Studierenden des Produktdesigns, die sich im Sommersemester 2019 mit der Entwicklung biobasierter Materialien und mir der ökologischen Veredelung von textilen Materialien beschäftigt haben.