Apex


Apex ist eine minimalistische Leuchte aus mundgeblasenem Glas. Hauptmerkmal der Leuchte ist der Ein­stich, der das Licht reflektiert. Aufgrund der sandgestrahlten Oberfläche des Bodens erzeugt die Leuchte blendfreies diffuses Licht. Die Lampenfassung aus Aluminium umfasst jegliche elektrische Komponenten sowie den Kragen des Glaskörpers auf engstem Raum. Durch das Einnehmen unterschiedlicher Perspektiven verändert sich die optische Erscheinung der Glasleuchte: je nach Winkel ergeben sich durch die Wölbung des Einstichs verschiedene optische Brechungen im Glas.

Fotos: Jennifer Witulla


Jennifer Witulla
SoSe 18
betreut von Jakob Gebert & Hanna Krüger
Mehr über das Projekt
GLAS+L Ein Kooperationsprojekt mit der Glashütte Gernheim (Glasturm GBR) sowie mit dem LWL-Industriemuseum Gernheim (Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur). In dem (vierten) Glasprojekt sollen Glasleuchten entstehen, welche neueste Lichttechnologie und Glas zusammenführen. So konkret das Thema ist, kann das Projekt aber durchaus experimentell ausgelegt werden. Studierende, die bei diesem Projekt teilnehmen, müssen sich Technologiepartner suchen, um mit Hilfe dieser den lichttechnischen Teil des Projekts umsetzen zu können. Die Ergebnisse werden Teil der Ausstellung „Leuchten der Moderne, Jenaer Beleuchtungsglas
– vergessene Vielfalt” sein. Diese Ausstellung findet ab Februar 2019 anlässlich des Bauhausjubiläums statt und wird an drei Orten in Gernheim, Jena und Riihimäki (Finnland) gezeigt werden. Hauptbestandteil ist das Jenaer Beleuchtungsglas, welches bisher in diesem Umfang nie zusammen-getragen worden ist. Grundlage in der Entwicklung der Beleuchtungsgläser war damals die Erkundung des feuerfesten Glases durch Schott Jenaer Glas - ohne diese Materialinnovation hätte es kein Gaslicht gegeben. Auch die ersten Glühbirnen für Osram wurden von Schott Jenaer Glas aus feuerfestem Glas in Jena hergestellt. In diesem Projekt wird auf die Geschichte der Glasproduktion einerseits und auf neueste Lichttechnik andererseits einzugehen sein. Hieraus kann bspw. eine interessante Verbindung aus traditioneller Herstellungstechnik und Verwendung neuester Technologien entstehen. Glas ist ein alltägliches und über 4.000 Jahre altes Material das noch immer eine große Bedeutung in unserem Alltagsleben einnimmt. Die Beschäftigung mit Glas bedeutet zugleich eine Auseinandersetzung mit Kultur- und Technikgeschichte. Vergleichbares gilt für Licht. Die folgende Recherchephase, der Besuch in der Glashütte bilden die Grundlage für das Projekt. Das LWL-Industriemuseum (Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur) Glashütte Gernheim beherbergt die Glasturm GBR: diese besteht aus drei Glasmachern und einem Glasgraveur. Einerseits arbeitet die Glasturm GBR als kleine Glashütte, dessen Stärke die Einzelanfertigung ist – intensive fachliche Betreuung und Beratung der Entwürfe sowie große Geduld bei der Umsetzung und Fertigung der Projekte zeichnet sie aus – zum Anderen findet im Glasturm eine Schauglasproduktion statt, welche von Museumsbesuchern und von geführten Gruppen
besucht wird.