Ständig und überall bin ich auf der Suche.*


Glaubt man des Designtheoretiker Tomás Maldonado, so ist eine Sammlung mit dem eigenen Handwerk des Sammlers oder Sammlerin verbunden. In ihr, einer Ansammlung aus Gegenständen im weitesten Sinne, spiegelt sich die eigene Tätigkeit wider. So ist nicht verwunderlich, dass zahlreiche Designer:innen Sammlungen pflegen, die von Alltäglichem, von Kuriositäten, Werkzeugen oder Gefundenem geprägt sind. Über das Sammeln, Vergleichen und Sortieren von Gegenständen werden neue Zusammenhänge, zuvor unsichtbare Verbindungen und Logiken erkennbar. Sammlungen lassen sich immer wieder neu zusammensetzen, gestalten und erweitern. Die Tätigkeit des Ansammelns kann dabei als ein Werkzeug begriffen werden, dem mit sich Komplexitäten auffächern und Hintergrunde begreifbar machen lassen.

Was befindet sich in den Sammlungen von Designer:innen? Wie wird im Design gesammelt? Und welche Geschichten verbergen sich hinter den einzelnen Sammlungen?

Die Ausstellung „Ständig und überall bin ich auf der Suche“ beschäftigt sich mit dem Thema Sammlungen im Kontext von Design. Die sieben hier ausgestellten Sammlungen gehören Lehrenden, Mitarbeiter:innen und Studierenden des Studiengangs Produktdesign. Sie erzählen Geschichten über die eigene Tätigkeit als Designer:in, über den Unterschied zwischen Sammeln und Ansammeln und über die Entstehung der jeweiligen Sammlung. Gesammelt werden immaterielle Werte, Souvenirs für eine Schildkröte oder Formstudien.

Kuratiert von Natascha Burk und Viktoria Lea Heinrich.

Sammlungen von Charlotte Bluhme, Florian Bremer, Natascha Burk, Annette Fauvel, Viktoria Lea Heinrich, Daniel Hornuff, Qinglin Meng, Lisa-Maria Schmidt.

*Franco Clivio, 2009


Termin & Ort
14.–17.07.2022
Atrium | Vitrinen vor der Holzwerkstatt